H e r z l i c h   w i l l k o m m e n
auf der Homepage von

Dr. rer. nat. Kurt Theodor Oehler
Fachpsychologe für Psychotherapie FSP
und Fachbuchautor



A C H T U N G
Hoch aktuell!

Neues Buchprojekt in Bearbeitung:
Eine psychologisch gruppendynamische Untersuchung
zum Thema:






               
    Ist die Demokratie noch zeitgemäss?
   
                                           Gibt es weltweit einen Rechtsrutsch?


I n h a l t

    
Vorwort
von
Kaspar Villiger
alt Bundesrat


I.      Einleitung

II.    Gibt es tatsächlich einen Rechtsrutsch?

III.    Welche Gründe sind für den weltweiten Rechtsrutsch verantwortlich?


1.    Ist der Rechtsrutsch möglicherweise system- oder demokratieimmanent?
2.    Sind der Klimawandel und die Bevölkerungsexplosion für den Rechtsrutsch verantwortlich?
3.    Gibt es den Rechtsrutsch nur in Gebieten, in denen sich die Menschen gesellschaftlich abgehängt fühlen?
4.    Ist der Rechtsrutsch die Folge eines zyklischen Wandels?
5.    Führt die Demokratie hin und wieder zu fragwürdigen Ergebnissen?
6.    Ist der Rechtsrutsch eine Reaktion auf den „Untergang des Abendlandes“?
7.    Lässt sich der Rechtsrutsch auf die Migration zurückführen?
8.    Ist der Rechtsrutsch Zeichen eines religiös geprägten Kulturkampfes?
9.    Zusammenfassende Beurteilung


IV.    Das Weltgeschehen als gruppendynamischer Prozess


1
.    Die Kleingruppendynamik
2.    Der Grossgruppendynamische Prozes
s

V.    Die Stabilität der politischen Systeme
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1.    Die erste Ausgangsfrage
2.    Warum kommt es zu politische Krisen?
3.    Das Zustandsdiagramm politischer Systeme
4.    Der stabile Weg
5.    Der Eintritt in den indifferenten Bereich
6.    Instabilität und deren Folgen
7.    Das konservative Verhalten
8.    Das reformerische Verhalten
9.    Der „Goldene Mittelweg“
10.    Die Finalität des gruppendynamischen Prozesses: Vom Absolutismus bis zur Demokratie
11.    Beispiel: Zur Geschichte des russischen Volkes


VI.    Die Demokratie als Krone der Gesellschaftsentwicklung


1.    Gibt es eine naturgesetzlich bestimmte Finalität zu demokratischen Strukturen?
2.    Die Finalität als Ergebnis der menschlichen Evolution
3.    Demokratiereife und die demokratische beziehungsweise undemokratische Wertekultur
4.    Die zweite Ausgangsfrage


VII.    Eine wichtige Zwischenüberlegung

VIII.    Von der Steinzeithöhle bis zur globalen Weltgesellschaft


1.    Die Globalisierung
2.    Die unliebsamen Folgen der Globalisierung
3.    Die Angst der Weltbürger
4.    Die Abwehr der Angst
5.    Der Rechtsrutsch als Reaktion auf die Globalisierung
6.    Die Weltpolitik befindet sich grossgruppendynamisch gesehen in einem Anfangsstadium
7.    Wer übernimmt die Rolle einer globalen Ordnungsmacht?


IX.    Braucht es eine Weltregierung?

1.    Die leiterlose Weltgesellschaft
2.    Das Fehlen von übernationalen Institutionen
3.    Das Versagen der UNO
4.    Es braucht eine Weltregierung
5.    Die neue Weltregierung


X.    Braucht es einen emotionalen Schock?

1.    Braucht es tatsächlich einen emotionalen Schock?
2.    Der Widerstand gegen Veränderungen
3.    Das Fehlen eines länderübergreifenden Heimatgefühls


XI.    Das Heimatgefühl


1.    Warum vermittelt Europa kein Heimatgefühl?
2.    Der Mythos
3.    Der Faktor Zeit


XII.    Kommt es zu einem dritten Weltkrieg?

1.    Ohne Gewalt konnte noch nie ein neuer Staat geschaffen werden
2.    Russland gefährdet den Weltfrieden
3.    Das Aufflammen von neuen Kriegsgefahren


XIII.    Braucht es eine neue Weltregierung?


1.    Wer könnte die Rolle einer vernünftig handelnden Weltregierung übernehmen?
2.    Die neue Weltmacht China


     
          Literatur

 





Kurzfassung zum Text

„Ist die Demokratie noch zeitgemäss?“
Gibt es weltweit einen Rechtsrutsch?

   In einem ersten Schritt wird gefragt, ob es einen Rechtsrutsch tatsächlich gibt. Anhand von Umfragen wird bestätigt, dass sich die Einstellung der Bevölkerung in verschiedenen Ländern in den letzten zehn Jahren in Richtung autoritäre Strukturen verändert hat. Damit muss die erste Frage bejaht werden.
   Es erhebt sich eine zweite Frage nach dem Warum.
   In der Folge werden verschiedene Hypothesen diskutiert, zum Beispiel die These, dass der Rechtsrutsch durch systemimmanente Schwierigkeiten der Demokratie, durch den zyklischen Verlauf, durch die Immigration usw. verursacht wurde. Diese Thesen konnten  nicht restlos überzeugen.
   Aus diesen Gründen wurde nach weiteren Ursachen gesucht, zum Beispiel danach, ob der Rechtsrutsch nicht die Folge von weltumspannenden bzw. tiefgreifenden Veränderungen sein könnte.
   Als fruchtbarer Ansatz zu einer überzeugenden Antwort erwies sich die gruppendynamische Theorie. Der gruppendynamische Prozess ist naturgesetzlich determiniert und vollzieht sich in ähnlicher Weise sowohl in kleinen Studiengruppen als auch in grossen Gruppen wie Schulklassen, Arbeitsteams oder Sportmannschaften oder gar in grössten Gruppen wie Staaten beziehungsweise Völker. In kleinen Gruppen dauert der Prozess etwa 10 Tage, in grossen Gruppen etwa 2 Jahre und in grössten Gruppen möglicherweise 100 bis 1000 Jahre.
   Als erstes wird der gruppendynamische Prozess in Kleingruppen in drei Phasen erläutert. Dabei entwickelt sich die Gruppe von einer chaotischen Anfangsphase mit der Vergöttlichung des Leiters über die revolutionäre Mittelphase mit der Absetzung des Leiters bis zur Reifephase mit demokratischen Strukturen. Dabei wird die These formuliert, dass sich sowohl kleine als auch grösste Gruppen bei guten Entwicklungsbedingungen dem Ziel der optimalen Arbeitsfähigkeit und der Demokratie zustreben. Es wird darauf verwiesen, dass diese Finalität ein Ergebnis der menschlichen Evolution darstellt.
   In diesem Sinne kann die Ausgangsfrage, ob die Demokratie noch zeitgemäss sei, bejaht werden. Sie ist die Krone jeder Staatsorganisation!
   Das bedeutet aber, dass ein Staat erst nach einem beschwerlichen grossgruppendynamischen Prozess die eigentliche Demokratiereife erlangen kann. Erst in einem Staat mit Demokratiereife kann eine Demokratie optimal funktionieren. In Staaten, die die Demokratiereife nicht erreicht haben, sind andere Staatsformen besser geeignet. Das bedeutet, dass für jede Entwicklungsstufe eine andere Staatsform angemessen ist. In diesem Sinne wird der Begriff „Demokratiefähigkeit“ zu einem zentralen Begriff der politischen Theorie.
   Ein demokratisch organsierter Staat bleibt aber nicht einfach eine Demokratie. Er muss sich in seiner Weiterentwicklung in einem engen Bereich der politischen Stabilität bewegen, in dem jede strukturelle Veränderung mit einer entsprechenden gesetzlichen oder strukturellen Gegenmassnahme beantwortet wird. Sonst gleitet das System aus dem „stabilen“ Bereich über den sog. „indifferenten“ Bereich, in dem sich die Probleme zunehmend verstärken, in den „instabilen“ Bereich, in denen nur autokratische oder diktatorische Staatsformen möglich sind. Diese Vorgänge werden anhand eines neugeschaffenen Schaubildes und Beispielen diskutiert.
   Anschliessend wird die Frage nach dem weltweiten Rechtsrutsch neu gestellt. Dieser wird als emotionale Abwehrreaktion auf die weltweite Globalisierung interpretiert. Damit ergibt sich die Hypothese, dass sich die einzelnen Nationalstaaten in Westeuropa zwar bis zur Demokratiefähigkeit entwickelt haben, dass sich aber die Weltgesellschaft als Ganzes gruppendynamisch gesehen noch ganz am Anfang befindet.
   Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile der Globalisierung anhand von zahlreichen guten und schlechten Beispielen erörtert und die Frage aufgeworfen, wie mit den durch die unaufhaltsame Globalisierung aufkommenden weiteren Verunsicherungen umgegangen werden kann.
   Es erfolgt bezüglich der Weltgesellschaft als Ganzes der Ruf nach übergeordneten Institutionen wie z. B. die NATO bzw. die UNO. Letztlich stellt sich die Frage, ob es eine sog. Weltregierung, die die Gefahren eines neuen Weltkrieges bannen könnte, überhaupt geben kann. Noch nie konnte eine neue Suprastruktur wie ein Einheitsstaat ohne Krieg geschaffen werden. Meistens sind die Menschen ohne einen emotionalen Schock nicht dazu bereit, einen Teil ihrer Souveränitätsrechte abzugeben.
   Bleibt der Weltfrieden deshalb eine Illusion, oder könnte z.B. ein intelligentes und starkes China die erhoffte Lösung bringen? Abschliessend wird die Frage diskutiert, ob China vor einer solchen Aufgabe ebenso wie alle anderen Staaten vorerst den gruppendynamischen Prozess bis zu seiner Demokratiereife durchlaufen müsste.

Originaltext: 69 Seiten, ca. 30'000 Wörter